Die Dynamik des Innehaltens

Auszüge aus Pressestimmen

Mit seiner konsequenten Suche nach einer Verbindung von figurativer und informeller Gestaltung hat Roman Scheidl innerhalb der Neuen Malerei in Österreich einen eigenen Stellenwert

Seine Bilder zeugen von einer poetischen Anmut und wohltuenden Leichtigkeit, die so im heutigen Kunstbetrieb nicht so oft zu bemerken ist. Scheidl wäre aber ein naiver Apologet des Anmutigen, würde sich in seinen Bildern nicht zugleich auch die Wehmut über den Widerspruch von Wunsch und Wirklichkeit und die Unerreichbarkeit positiver Utopien wiederspiegeln..

Roman Scheidl ist ein eigenwilliger Künstler mit einem markanten Werk. Für ihn ist Malen eine Existenzform nicht ein Beruf.
Sein in vielen Motiven immer wiederkehrendes Grundthema ist die Verschmelzung von Gegensätzen.

Die Gleichzeitigkeit in den Bildern scheint zum einen aus dem Bedürfnis nach Harmonie zu entspringen, das er selbst als eine der Triebkräfte seiner Arbeit sieht, zum anderen aber aus der Faszination durch eine Welt, in der alles in Bewegung ist, in der Mensch und Natur, Archaisches und Großstädtisches, Traum und Realität sich im Spannungsfeld gegenüberstehen.

Seine Malerei ist ihm vor allem Mittel zur Welterkenntnis - ein beständiges Umkreisen von Fragen, die ihn selbst und die Menschheit betreffen und die wesentlichen Anteil an einem Prozeß haben, den er als Weg zu einer ganzheitlichen Malerei bezeichnet. Es ist die Sehnsucht nach Harmonie, nach einer geistigen Mitte, das Wissen um die Zusammengehörigkeit des scheinbar Gegensätzlichen, das Erschrecken vor der Trennung in unvereinbare Extreme.